Kreativität unlimited

 

Meine berufliche und private Philosophie ist einfach zu beschreiben: Ich möchte, dass meine Kunden glücklich sind mit meinen kreativen Leistungen, dass sie mit positiven Gedanken bei mir sind, wenn Sie meine Bilder an ihren Wänden oder ihren neuen Geschäftsauftritt aus meinen Händen betrachten. Denn alles was ich mache, muss meinen eigenen, hohen Anforderungen an Qualität standhalten. Ich bin Perfektionistin, ich kann nicht ein "bisschen" gut sein. Mein Computer läuft immer, denn ich trage ihn nicht in der Tasche, sondern in meinem Kopf mit mir herum. 


Eine kreative Lebensgeschichte
 

Kreativität hat eine langjährige Tradition in meiner Familie. Durch die Begegnung meiner Eltern verbanden sich zwei Familien zu einem kreativen Genpool. Unsere Wurzeln liegen in Kulmbach und in Wolfratshausen - Kunstschreinerei und Dichtkunst auf der Plassenburg, Steingutmanufaktur in Bad Reichenhall, Buchbinderei und Kunstmalerei in Nürnberg, Fotografie in München - da muss ja was hängenbleiben. Im romantischen Ferienhaus wird deutlich, wer meine Gene geprägt hat. Mein Großvater hat dort seine Naturbeobachtungen kunstvoll auf antikem Mobiliar verewigt. 


Ich wurde in München geboren, zog jedoch mit meiner Schwester Ursula und unseren Eltern nach Nürnberg (Geburtsstadt meiner Mutter). Mein Vater war Bankprokurist und träumte natürlich von einer Tochter mit den gleichen beruflichen Interessen.  


Es war relativ schnell klar, dass aus mir keine Bankkauffrau werden würde, auch wenn das mein Vater nicht glauben wollte. Zeichnen und Malen war alles, was mein Herz begehrte. Mathematik und Chemie brachten den Familienfrieden mehr als einmal in ärgste Nöte. Noch heute bekomme ich Pusteln, wenn ich nur an Gleichungen denke. Die Diskussionen rissen nicht ab, bis sich Onkel Heinz einmischte, Druckfach- und Weltmann. Papa sah ein, dass die Weltwirtschaftskrise mit mir im Bankwesen unabdingbar sein würde und gab mich frei für die Kunst.


So absolvierte ich in Nürnberg statt einer Bankkauffrauenlehre mein Fachabitur an der Fachoberschule für Gestaltung (Danke Onkel Heinz!) und entschied mich für den Studienzweig Grafik-Design an der Nürnberger Fachhochschule. Während des Studiums lernte ich meinen ersten Mann kennen. Ihn begleitete ich für ein Jahr nach Georgia im Rahmen eines Studentenaustauschprogrammes. An der University of Athens belegte ich als Gaststudentin zwei Semester in den Fächern „Archaische Kunstgeschichte“, „Marketing“ und „Werbelehre“. Dies war prägend. 


Im Laufe des Aufenthaltes in Georgia erstellte ich die erste surreale Bilderserie mit archaischen Komponenten. Ich dokumentierte meine Reiseerlebnisse, sammelte Rezepte amerikanischer Gerichte und nachhaltige Erfahrungen mit dem amerikanischen Kontinent und seinen Bewohnern. Im Roman "Kraut on the Rocks" schreibe ich derzeit diese Erfahrungen nieder.


Im Anschluss an jene intensive Lebensphase schloss ich in Nürnberg mein Studium mit Diplom in Illustration und Schriftdesign ab. Da mein erster Mann zu diesem Zeitpunkt beruflich für ein knappes Jahr nach Süd-England versetzt wurde, begleitete ich ihn erneut für ein knappes Jahr, schrieb die Textgrundlage der Erzählungen für Kinder, archaisch angehauchte Prosa, fotografierte die Schönheiten des Landes und erstellte die umfangreiche Serie gegenständlicher Zeichnungen und Malerei „English Countryside“ (herrliche Häuser rund um Lyndhurst nahe Limington - close to Southhampton) sowie weitere surreale Bilder mit kunstgeschichtlichem Hintergrund. 


Zurück in Deutschland schlug ich in Coburg mit meiner ersten Anstellung die berufliche Laufbahn einer Werbegrafikerin ein, arbeitete parallel an meinen Bildern und Gedichten und wurde so zur Wandernden zwischen den kreativen Welten. 


Seit 2001 entwickle ich in einem Nürnberger Großbetrieb für IT das Corperate Design der Genossenschaftsmitglieder und alle nachfolgenden Vermarktungsmaßnahmen.



Susanne Sierp, 2009 oberhalb Happurgs, Steinmosaik "Weite Welt", "Salisbury" - surreales Bildmotiv aus England

 


Impressionen Ausstellung "Steine - Stille Zeitzeugen" mit den Musen im ehemaligen Atelier in Stöppach.